Tatsächlich habe ich etwas mehr geschlafen als vor den letzten beiden Montagen. Wirklich ausgeruht war ich aber nicht, wieder hatte ich einen merkwürdigen Traum, den ich aber auch recht schnell vergessen habe. Schon kurz nach sieben war ich im Büro und gab mein Bestes. Das Pensum, nicht nur von mir, war beachtlich. Leider kam mehr rein, als wir abarbeiten konnten.
Nach dem Arbeitstag ging es noch zum Tanzkurs. Schon den ganzen Nachmittag über gingen immer wieder stärkere kurze Regenschauer nieder. Ich hatte Glück, genau zwischen zwei Schauern war ich unterwegs. Das Parkett muss wohl frisch gewachst worden sein, heute war es richtig rutschig und ich hatte mehr als einmal mit der Balance zu kämpfen. Selbst meine Tanzpartnerin hat es gemerkt, was mir natürlich gar nicht recht ist. Sie soll sich ja auf mich verlassen können. Mit über 100 Kilo sollte ich doch auch einen guten Stand haben. Wir überstanden die Kursstunde ohne Zwischenfälle. Auch auf dem Heimweg hatte ich Glück mit dem Wetter und kam trockenen Fußes daheim an.
Es dauerte dann noch etwas, bis ich mich dem Film des Tages widmete. Es war komplett still. Ich stand am Fenster und sah mir die dunklen Wolken an, wobei ich sehr nachdenklich wurde. Dabei kam mir die Erleuchtung, dass im Jahr 1998 eine massive Veränderung bei mir stattgefunden hat, sogar körperlich.
Es war das letzte Jahr, in dem ich noch mein Idealgewicht hatte. Begonnen hatte ich es sogar mit Untergewicht. Dann änderte sich der Stoffwechsel und ich begann mit der Gewichtszunahme. Das Ende meiner Beziehung mit Julia, an dem ich ja selber Schuld war, hatte also auch körperliche Auswirkungen. Schlimmer noch, es hatte sogar anhaltende emotionale Auswirkungen. Nachdem sie Schluss machte und mir kurz darauf berichtete, dass sie einen neuen Freund hat, flossen bei mir die Tränen. Es war das letzte Mal, dass bei mir die Tränen flossen. Selbst bei Todesfällen konnte ich die Gefühle nicht ausleben. Das ist alles noch in mir und kann nicht raus.
Ich bin ganz schön kaputt.
Film des Tages: Eins und Eins macht vier
Aktuell auf Platz 7 der Top Ten bei Netflix. So wurde ich auf diesen Film aus dem Jahr 1995 aufmerksam. Merkwürdig, dass ich davon zuvor noch nie gehört habe, dabei bin ich ein großer Fan von Kirstie Alley. Der Film war genau das Richtige für mich heute, eine leichte Komödie mit den Olsen-Zwillingen, Steve Guttenberg und eben Kirstie Alley in den Hauptrollen. Sie hat mehrere Großaufnahmen bekommen und trug zum großen Finale ein sehr elegantes, langes, schwarzes Kleid.