Wahrscheinlich gehe ich heute nicht so früh schlafen. Das hat weniger etwas mit dem morgigen Feiertag zu tun, sondern damit, dass ich noch immer etwas aufgedreht bin. Dabei ging alles so harmlos los, nämlich mit einem Arbeitstag im Home Office. Mit meinem Pensum bin ich mal wieder mehr als zufrieden, neben meinen eigentlichen Aufgaben konnte ich auch noch einer Kollegin helfen. So viel Wissen habe ich mir in dieser Abteilung nun schon angesammelt. Man fragt mich um Rat. Da bin ich schon stolz und natürlich gerne hilfsbereit.
Nach der Arbeit machte ich mich daran, alle Spuren des Weihnachtsfest zu beseitigen. Der Baum wurde abgeräumt, der Schmuck wieder verpackt. Den großen Karton werde ich vielleicht gar nicht erst in den Keller packen, in elf Monaten brauche ich die Sachen ja schon wieder. Auch dieses Jahr werde ich Weihnachten feiern, allerdings wohl ganz für mich allein und so wie ich es will. Das wird schön.
Nachdem der Baum also abgeräumt war, musste ich mich um die Entsorgung kümmern. Den ganzen Baum wollte ich nicht durchs Treppenhaus und dann die 1,5 Kilometer bis zur Sammelstelle schleppen. Da müsste es doch sicher ein Werkzeug geben, aus dem man aus der Tanne im wahrsten Sinne des Wortes Kleinholz machen könne. Nach vielen Jahren war ich heute also mal wieder in einem Baumarkt. Da gehöre ich ja sowas von überhaupt nicht hin. In der Gartenabteilung fand ich eine elektrische Gartenschere im XL-Format. Die Beraterin meinte, dass das genau das richtige Werkzeug wäre. Ich zweifelte anfangs noch, wurde dann aber eines Besseren belehrt. Das Werkzeug schneidet spielend leicht durch fingerdicke Äste, ohne irgendeinen Kraftaufwand meinerseits. Eine gute Anschaffung.
Ich sah mich noch ein wenig im Baumarkt um und sah lauter schöne Sachen, die ich alle gerne in meiner Wohnung hätte. Neue Wasserhähne, Lampen, Duschen und jede Menge Dekoration. Daheim, nachdem ich Kleinholz machte, ging ich durch die Wohnung. Vor dem geistigen Auge konnte ich mir das alles schon vorstellen und jetzt will ich es dann auch haben. Wahrscheinlich werde ich viel mehr machen lassen, als ich als Mieter eigentlich machen müsste. Die Tage muss ich wohl mal mit meinem Vermieter reden. Noch in dieser Woche will ich auch mal in ein oder zwei Möbelhäuser, nur zum Umschauen. Google Maps hat mir auch eine Malerfirma hier in der Nähe gezeigt. Dann sind schonmal die Anfahrtskosten nicht so hoch.
Das wird alles noch. Ich bin gespannt wie es hier in ein paar Monaten aussieht und wie ich mich dann fühle. Mein Bankkonto und die SchuFa-Auskunft werden wohl nicht so toll aussehen, doch ich habe kein Problem damit wieder verschuldet zu sein. So ist bei mir wenigstens nichts zu holen, wenn mich mal wer verklagen will oder mir der Geldbeutel gestohlen wird. Unsere Regierung spricht ja auch nicht von Schulden, sondern von Sondervermögen. Ich nenne es eine Investition in mich und mein Umfeld. Schon hart, wenn man als Single all sein Geld nur für sich allein ausgeben muss.
Mit dem Film des Tages ging es heute schnell und furios weiter. Ich werde die Serie noch weitermachen. Im zweiten Teil ist das beste Auto der ganzen Filmreihe zu sehen, der Nissan Skyline mit dem Brian zum Rennen antritt. Den habe ich mir in GTA Online sogar nachgebaut. Eva Mendes tut dem Film ebenfalls sehr gut und am Soundtrack gibt es auch wieder nichts zu meckern. Leider gibt es dann aber doch Szenen, bei denen man sich am Kopf kratzt, weil es halt zu unrealistisch ist. Vor allem der letzte Stunt konnte selbst im Film nicht so richtig dargestellt werden. Es sieht so aus, als würden die Helden direkt ins Wasser fahren, irgendwie landen sie dann aber doch auf dem Boot. Naja, man sollte es wohl nicht zu ernst nehmen. Ist ein harmloser Spaß und ein kurzweiliger Zeitvertreib für mich. Wenn ich sowas nachmachen wollen würde, dann eben in Videospielen. Immerhin, der Film macht Lust auf das nächste GTA. Das soll ja in Miami spielen.