Im Büro war heute kurzzeitig mal wieder mein Singleleben das Gesprächsthema. Meine Kolleginnen und Kollegen verstehen nicht, warum ich so lange schon Single bin und nichtmal beim Tanzen sich was ergeben würde. Das Thema gibt nicht viel her, obwohl ich so viel erzählen könnte. Dafür ist aber keine Zeit, wir sollen ja was arbeiten.
In meinen über 20 Jahren im Tanzstudio habe ich natürlich immer wieder Mädels kennengelernt. Irgendwann schreibe ich mal ein Buch darüber, nicht nur Männer sind Schweine. Hier an dieser Stelle halte ich mich da lieber zurück, sonst werde ich am Ende noch verklagt. Die Wahrheit darf man halt doch nicht immer sagen.
Es gibt tatsächlich sehr viele Gründe, warum ich Single bin. Das könnte ich eigentlich mal zu einer kleinen Video-Serie machen und als Shorts auf YouTube hochladen. Mir wird oft unterstellt, dass ich auch zu hohe Ansprüche hätte. Gemeint ist damit natürlich, dass ich Dickerchen mir wohl ein Supermodel wünsche. Nein, tue ich nicht. Meine hohen Ansprüche haben nichts mit dem Aussehen zu tun. Der scheinbar zu hohe Anspruch ist, dass ich so geliebt werden will, wie ich eben bin.
Über die Jahre habe ich öfter mal gehört, dass man sich auf mich einlassen würde, wenn ich abnehme, keine Röcke mehr trage oder sonstwas ändere. Ohne mich. Single sein heißt frei sein. Treue ist doch wichtig für eine Beziehung. Schaut mal wie treu ich mir selbst bin. Oder meinem Arbeitgeber, durch dick und dünn. Außerdem soll sich Niemand auf mich einlassen, ich lasse mich auch nicht auf Jemanden ein. Im Idealfall entscheidet man sich doch für den anderen Menschen, weil man ohne diesen nicht mehr leben kann. Oder bin ich jetzt zu romantisch?
Interessant ist auch, dass Frauen immer ganz genau wissen und aufzählen können, was sie sich alles wünschen. Dann bin ich gerne mal ein böser Mensch und frage, was sie denn zu bieten hat. Die Antwort darauf kommt nicht so schnell. Denkt mal drüber nach.
Film des Tages: Otto - Der Ausserfriesische
Da war ich schon etwas überrascht, dass dieser Film als Heimatfilm eingestuft wurde. Für mich waren Heimatfilme immer irgendwelche Filme mit Bergen, Dirndl, Lederhosen und Jodeln. Macht aber Sinn, auch der hohe Norden kann ja Heimat sein. Der dritte Otto-Film ist mein LIebilng in der Serie. Hier gibt es auch wieder eine Michael Jackson-Parodie. Fast hätte man es geschafft, doch dann fiel doch nochmal das N-Wort fast am Ende. Der Film ist auch eine Zeitkapsel für die späten 80er-Jahre, als das Ozonloch noch ein großes Thema war. Die Leute haben ja damals wirklich geglaubt, dass das Haarspray dieses Ozonloch verursacht hat. Eine geniale Verschwörungstheorie, eben gerade in den 80ern.
Highlight des Films ist für mich die weibliche Hauptrolle, gespielt von Barbara May. Ihre Outfits in diesem Film wurden ganz nach meinem Geschmack gewählt. Ich wäre ihr auch hoffnungslos verfallen.