Nach über neun Stunden Schlaf begann ich diesen Tag. Dabei habe ich gestern nichts Anstrengendes getan, wozu brauchten Körper und Geist also so viel Erholung? An irgendwelche Träume kann ich mich auch nicht erinnern.
Erstmal, noch vor dem Frühstück, widmete ich mich dem neuen Spiel Tomodachi. Im Spiel fand sich schon das erste Pärchen auf meiner Insel zusammen. So schnell kann es gehen. Im wahren Leben wird das für mich nicht mehr geschehen, dieser Gedanke stellte sich ganz schnell ein und leider blieb ich bei diesem Gedankengang. Zwei Kolleginnen haben mich letzte Woche ordentlich durcheinander gebracht, allerdings im positiven Sinne. Dadurch beschäftigte ich mich mal wieder mit meiner Vergangenheit, diesmal mit der Frage, ob vielleicht irgendwelche Blockaden bei mir vorliegen. Die Antwort: Ja, liegen vor. Zwei gleich. Eine psychische und eine emotionale.
Die psychische sorgt dafür, dass ich mit meinen nun 47 Jahren immer noch Jungfrau bin und den letzten Versuch, dies zu ändern, im März 2008 unternommen habe. Obwohl ich viel darüber nachgedacht habe, bin ich immer noch nicht davon überzeugt, dass es komplett gut wäre diese Blockade zu bearbeiten oder zu durchbrechen.
Blockade Nummer 2 ist rein emotional. Das war mir so gar nicht klar, doch die Erkenntnis schlich sich über das Wochenende so ein. Deutlich wurde mir das, als mir eine Tatsache auffiel. Es war 1998, als ich zum letzten Mal Tränen vergossen habe. Inzwischen ist ja viel geschehen, es sind Menschen gestorben, die mir sehr nahe standen und mir selbst ist auch viel zugestoßen, viel Unrecht ist mir widerfahren. Alles habe ich geschluckt. Bis vor kurzem hätte ich auch gedacht, dass ich das halt irgendwie verarbeitet habe. Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher.
Würde ich also an mir arbeiten, hätte ich mindestens zwei Baustellen. Die dritte wäre natürlich das Körperliche. Welche Baustelle soll ich bearbeiten? Wo fange ich an? Fange ich überhaupt an?
Film des Tages: 7 Zwerge - Männer allein im Wald
Wahrscheinlich bin ich nicht die Zielgruppe für diesen Film. So zumindest kommt es mir vor. Ich wollte leichte Kost und die habe ich hier auch bekommen. Mit dieser Besetzung wäre aber so viel mehr möglich gewesen. So viele Comedians für einen Märchenfilm wirkt fast wie Verschwendung. Klar, wenn Otto ruft, kommen sie alle. Immerhin, in diesem Film ist Schneewittchen sehr gut besetzt, tatsächlich mit einer der schönsten im Land, zu diesem Zeitpunkt.
Die kommende Woche wird eigentlich ganz normal. Nur vier Arbeitstage und dann ein langes Wochenende. Das ist doch zu bewältigen. Zwei Tanzkurse stehen an, das ist auch kein Problem. Ein bisschen mehr Bewegung darf auch noch sein und wenn es nur Spaziergänge sind. Wahrscheinlich werde ich sehr viel an der Switch zocken, für diese Vorhersage brauche ich keine Kristallkugel. Nebem dem Üblichen will ich noch ein paar Sachen von der Wohnung in den Keller schaffen und meine Umbau- und Aufräumaktion in der Wohnung weiter voranbringen. Vielleicht kommt ja wieder ein kleiner Motivationsschub von irgendwo her.