Heute war mal wieder meine Fähigkeit gefragt, einen Plan B zu finden nachdem Plan A gescheitert ist. Nach einem entspannten Morgen ging es mittags in einen Komplex mit drei Möbelhäusern. Dabei wollte ich gar nichts kaufen, sondern nur mal einen Überblick über die Preise meiner gewünschten Möbelstücke bekommen. Schließlich muss ich erstmal die Frage klären, ob ich all meine Wünsche selbst finanzieren kann oder einen Kredit aufnehmen muss.
Etwa vier Stunden verbrachte ich damit, durch die Möbelhäuser zu ziehen. Mein Schrittzähler ging auf über 9.000 Schritte hoch. Meine Kostenübersicht konnte ich aber nicht erstellen, ich wurde nämlich nicht fündig. Manches Möbelstück war mit einem Preisschild in orange versehen. Leider bedeutet das, dass man das Stück selbst abholen und teilweise sogar selbst verpacken muss. Das kommt für mich nicht in Frage. Weder den Transport, noch das Schleppen in die Wohnung bekäme ich hin. Von der Montage ganz zu schweigen. Richtig enttäuscht war ich sogar, dass es für meine gewünschten Möbel so wenig Auswahl gibt. Dabei habe ich ja nun wirklich keine überzogenen Wünsche.
Der Trend von höhenverstellbaren Schreibtischen scheint noch gar nicht angekommen zu sein. Nur ein wackeliges Modell habe ich gefunden. Gleiches gilt für den Spülschrank. Wenn man eine ganze Küche zum Preis eines neuen Kleinwagens kaufen will, dann sind die Berater alle sehr hilfsbereit. Wenn man nur ein Teil will, oder grundsätzlich nicht nach großem Umsatz aussieht, laufen die beinahe schon weg.
Mein Plan B ist nun folgender: Dieses Jahr werden nur die Renovierungen gemacht und die werde ich selbst finanzieren. Da muss ich sparen und mich etwas einschränken. Die Möbel müssen einfach noch halten, eventuell kann ich im nächsten Jahr Anschaffungen machen. Ich werde die Möbelhäuser im Auge behalten, vielleicht ist ja mal ein Super-Sonderangebot dabei.
Sogar einen Plan C gibt es. Dann würde ich doch einen Kredit aufnehmen, auf Sonderangebote verzichten und mir einfach holen, was mir gefällt. Selbst wenn ich es hier so beschreibe, klingt es etwas zu frustriert.
Abends war ich völlig erschöpft, bestimmt nicht nur durch die lange Tour durch die Möbelhäuser. Da hat die Enttäuschung sicher auch mitgespielt. Ich habe mir ja die guten Vorsätze nicht nur so zum Spaß gefasst. Nun bin ich noch nichtmal zur finanziellen Entscheidung gekommen. Sehr enttäuschend.
Film des Tages: Morgen fällt die Schule aus - Die Lümmel von der ersten Bank 6
Im sechsten Teil ist Heintje wieder mit dabei, es wird also wieder gesungen. Sein Lied "Schneeglöckchen im Februar" habe ich sogar mal als Rausschmeißer nach einer Tanzparty gespielt. Das hat aber nichit funktioniert, die Leute haben begeistert mitgesungen. Man merkt mit diesem Film, dass die Reihe zum Ende kommt. Die Schreiber haben sich keine große Mühe mehr gegeben, die Rolle von Heintje wurde halt irgendwie reingepackt. Wirklich logisch ist es nicht, dass ein Kind aus Amsterdam einfach mal so für ein paar Monate nach Deutschland kommt und dort aufs Gymnasium geht. Dann haben wir auch noch die Szene in der Hansi Kraus in Frauenkleider schlüpfen muss. Peter Alexander und Rudi Carrell haben es in anderen Filmen ja schon vorgemacht. War wohl ein Trend damals.
Na, was sagt uns das über die Unterhaltungsbranche im Deutschland der frühen 70er-Jahre?