Wieder einer meiner persönlichen Jahrestage. Nun bin ich seit 28 Jahren Single und werde es auch bleiben. Inzwischen bin ich gewollt Single. Das Singleleben hat viele Freiheiten, die ich nicht mehr aufgeben möchte. Außerdem höre ich von Kolleg*Innen und Bekannten immer wieder von Beziehungsproblemen. Alles Probleme, die ich nicht habe und auch nicht haben werde.
Es war meine erste und bis heute einzige Beziehung, die an diesem 22. April 1998 beendet wurde. Um 16:37 Uhr am Bahnhofsplatz in Erlangen. Eigentlich hatte Julia schon ein paar Tage vorher telefonisch Schluss gemacht, nach vier Wochen Bedenkzeit. Das sollte sie mir dann aber doch ins Gesicht sagen, so viel Respekt hatte ich dann doch noch verdient. Also trafen wir uns an unserem üblichen Treffpunkt und sie brachte es auch schnell hinter sich.
Ein anderer Mann hatte Interesse an ihr und sie hat schließlich nachgegeben. Ich machte und mache ihr aber keinen Vorwurf. Der andere Typ hatte ja nur deshalb eine Chance bei ihr, weil ich sie in mehr als einer Sache enttäuscht habe. Hätte ich ihr einen ordentlichen Orgasmus beschert, wäre sie sicher länger bei mir geblieben. Dann hätte ich aber vielleicht auch ihre Erkrankung miterlebt.
Hin und wieder kann man schon "Was wäre wenn" spielen, aber es bringt auch nicht viel. Stattdessen habe ich lieber ein paar Spiele auf der Switch gezockt und mir eine gute Tafel Schokolade gegönnt. Abends machte ich es mir noch in der Badewanne gemütlich.
Die große Trauer kam nicht auf. Julia wird immer ein Teil meines Lebens bleiben und ich werde ihren Namen stets in Ehren halten. Auch wenn es "nur" elf Monate gehalten hat, so bin ich doch froh dass ich es erleben durfte. Wie traurig wäre mein Leben, wenn es sie nicht gegeben hätte?
Film des Tages: Jackass: Number Two
Das Festival der Schadenfreude geht weiter. Der erste Teil war ein großer Erfolg an den Kinokassen, also musste es einen zweiten Teil geben und dieser musste natürlich alles übertreffen. Am besten gefallen mir die Streiche, die sich das Team gegenseitig spielt. Sei es die Schocktherapie gegen Schlangenphobie für Bam Margera oder das große Finale für Danger Ehren. Mitmachen würde ich nicht wollen, aber anschauen werde ich es mir immer wieder.