Gut 24 Stunden nachdem am Fuße des Business Towers das letzte Lied verklungen ist, stand ich im Tanzstudio Schlegl an den Reglern und begrüßte die Gäste zur Tanzparty. Wie immer war das erste Lied ein Cha-Cha-Cha und das letzte Lied eine Rumba. Meine Playlist hatte ich vorab schon geschrieben und im Laufe des Abend immer wieder abgeändert. Die Tanzfläche war meist ganz gut gefüllt, die Technik hat funktioniert und meine Musikauswahl kam gut an. Als die Lichter am Ende des Abends wieder hochgefahren wurden, gab es reichlich Applaus und einzelne Gäste kamen auf mich zu und gaben mir ihr positives Feedback.
In der Playlist waren an diesem Abend u. a. Shakira, Marc Anthony, Whitney Houston, Ed Sheeran, Madonna, Ronan Keating, die Spice Girls und natürlich Helene Fischer. "Kein Abend ohne Helene", diesem Motto bleibe ich treu. Ebenso treu bleibe ich dem Vorsatz, einmal am Abend auch einen Paso Doble zu spielen. Dann habe ich zwar "nur" fünf Tanzpaare auf der Fläche, die aber freuen sich umso mehr. Der Paso ist noch etwas exotisch, obwohl es Kurse dafür gibt. Da ist es doch nur logisch, ihn auch auf Tanzpartys zu spielen. So habe ich es ja vor Jahren auch schon mit dem Bachata gemacht, sehr zum Unmut von manch DJ-Kollegen. Wenn die das nämlich nicht gemacht haben, kamen Gäste und haben sich den gewünscht. Inzwischen gehört der Bachata zu jeder Tanzparty dazu. Wenn ich also ein Vermächtnis als Tanzschul-DJ habe, dann ist es dieses.
Vor der Tanzparty musste ich noch einen Arbeitstag im Home Office bewältigen. Den Status Grün konnten wir wieder erreichen, so ist der Start in die neue Woche am Montag wenigstens etwas entspannter. Nach der Arbeit zockte ich noch ein wenig und machte mich dann bei einbrechender Dunkelheit auf den Weg. Durch den Streik im ÖPNV hatte ich nur eine Fahrtmöglichkeit pro Stunde. Ich wollte vorher noch ein wenig Bewegung und machte mich auf den Weg ins nächste Kaff, vorbei an meinem Lieblingsbaum.
Film des Tages: Prometheus
Und noch ein Versuch die Alien-Geschichte zu einem Franchise auszubauen, diesmal mit einem Prequel. Jetzt wissen wir zwar, woher der erste Xenomorph kam, aber eben immer noch nicht woher der schwarze Schlamm kommt, aus dem sie entstanden sind. Ich weiß, dass es noch weitere Filme gibt, aber die tue ich mir nicht an. Auch die professionellen Kritiker sind da nicht gerade gnädig. Bei Prometheus verstehe ich die Besetzung schon nicht. Man konnte Charlize Theron gewinnen, gibt ihr aber nicht die Hauptrolle. Schlimmer noch, man lässt sie so einen dämlichen Filmtod sterben.
Bitte merkt Euch: Wenn etwas Großes und Schweres auf euch zurollt, springt zur Seite. Lauft nicht in einer geraden Linie davor weg.