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Old Kid on the Blog

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Ja
Bevor du fragst: Nein!
23.01.2026 23:41

Dank der Möglichkeit im Home Office zu arbeiten musste ich heute nicht vor die Tür, nichtmal die drei Stockwerke runter zum Briefkasten. Was soll da auch drin sein? Werbung und Rechnungen, nichts worauf man sich freut. Nach sechs Stunden endete der Arbeitstag dann auch schon wieder, der Posteingang sieht gut aus. Nächste Woche habe ich auch wieder genug Gelegenheiten, mein Zeitkonto etwas aufzubessern, falls nötig.

Kaum hatte ich den Arbeitstag angefangen, wollte auch schon wieder Jemand etwas von mir. Nicht dienstlich, sondern privat. Da kennen sie wieder meine Nummer. Ansonsten ist das Smartphone auch gerne mal wochenlang ruhig. Es wird mich wohl Niemand vermissen, wenn mein letztes Stündlein mal geschlagen hat. Wann auch immer das ist. So werden mich meine Mitmenschen auch immer weiter behandeln, wenn ich das nicht selbst stoppe. Genau das werde ich tun.

Wenn Du eine gute Idee hast, was ich für Dich tun könnte: Behalt es für Dich! Die Antwort ist Nein!

Ich muss mich um mich kümmern, dafür sorgen dass es mir wieder besser geht. Tut ja sonst keiner, hilft mir auch keiner dabei. Muss auch nicht sein. In meiner Vision schaue ich in ein paar Monaten zurück und bin stolz darauf, es mal wieder ganz allein geschafft zu haben.

Nach der Arbeit widmete ich mich der bunten Welt der Videospiele und machte mir mein Abendessen. Der Kühl- und Gefrierschrank ist fast leer, am Wochenende kann ich abtauen lassen. Abends legte ich mich in der Badewanne ein und schaute danach den Film des Tages. Kurzzeitig stand die Möglichkeit im Raum, heute mit einer neuen Tanzpartnerin auf die Tanzparty zu gehen. Leider war sie unpässlich. 


Film des Tages: Das Spiel (Gerald's Game)

Von der Handlung will ich hier gar nicht viel verraten, denn ich gebe auch hier eine unbedingte Empfehlung zum Anschauen raus. Aktuell ist der Film bei Netflix zu finden. Für Jemanden wie mich, mit Hundephobie, kickt der Film gleich noch etwas härter. Bei einer Szene musste ich mich tatsächlich umdrehen, die war zu hart für mich. Der Film schafft es perfekt, die Atmosphäre langsam aufzubauen, ohne dabei langatmig zu werden. 

Am Ende macht es mich doch nachdenklich. Vielleicht sind es keine Geister, sondern Manifestationen unserer Persönlichkeiten und Traumas. Vielleicht ist die menschliche Energie zu viel mehr fähig, als wir uns vorstellen können. Vielleicht sollte ich auch einen Brief schreiben. An mein junges, noch hoffnungsvolles Ich. 

"Yes, I am a model!"
Faschingskrapfen

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